KrankheitenErnährungsbedingte Krankheiten

Ernährungsbedingte Krankheiten

Ernährungsbedingte Krankheiten sind heute in der Medizin ein großes Thema, nicht immer erkennt man, dass es an der Ernährung lag und doch lag es genau an dieser. Dieses Thema der ernährungsbedingten Krankheiten soll sensibilisieren und nicht Angst machen. Die Arztpraxen sind voll, oft liegt es an den Patienten die nicht auf Ihre Ernährung geachtet haben und jetzt eine chronische oder eine vorübergehende Erkrankung haben. Das Ende vom Lied ist oftmals, alle 3 Monate gibt es ein neues Rezept für die Blutdrucktabletten, Herzmedikamente, Antidiabetika, Lipidsenker….

Viele Krankheiten sind vermeidbar, wenn sie rechtzeitig erkannt werden, oder auf die Ernährung geachtet wird. Hier habe ich mal die Top Ernährungsbedingten Krankheiten aufgeführt. Diese Krankheiten sind präventiv vermeidbar, wenn man jetzt etwas ändert und es noch zu keinen Schäden gekommen ist. Solltest du an einer der folgenden Krankheiten leiden, halte dich an die Anweisungen deines Arztes.

Dieser Beitrag ersetzt nicht den Arztbesuch und ist keine ärztliche Beratung! Eine Therapie erfolgt immer nur durch einen Arzt die einer “persönlichen Vorstellung” Bedarf!

Der/Dein Arzt hat IMMER das letzte Wort und ist für dich verantwortlich!

Ernährungsfehlverhalten

Maßloses Essen

Das maßlose Essen kann mehrere Ursachen, und natürlich auch Folgen haben. Es fängt oft in der Jugend an, wer kennt diese Sprüche nicht?!

  • Iss auf, sonst gibt es schlechtes Wetter
  • Du bleibst so lange sitzen, bis du aufgegessen hast
  • Es wird gegessen was auf den Tisch kommt

Diese und wahrscheinlich noch weitere Sprüche kennst du wahrscheinlich aus deiner Kindheit, wenn nicht, beneide ich dich jetzt etwas. Aber Übergewicht kann nicht nur von den Eltern genetisch vererbt werden, sondern auch das Verhalten und die Erziehung der Eltern kann sich auf die Kinder übertragen. Diese anerzogenen Sprüche halten sich wie ein Stück Blei am Meeresgrund. Nicht nur Oma, sondern auch Ur und Ur-Ur Oma haben diese Sprüche schon am Tisch gebracht. Jedoch hat dieses aufgezwungene Verhalten gegenüber dem Essen, das meist nach hinten losgehen wird, schwerwiegende Folgen. Wenn das Kind nicht mehr kann, dann soll man ihm kein schlechtes Gewissen einreden, dass es morgen, oder heute Abend an dem schlechten Wetter schuld ist. Im schlimmsten Fall gibt es schlechtes Wetter, und das Kind fühlt sich darin dann bestätigt, dass es wirklich an dem schlechten Wetter schuld ist. Das gleiche gilt für den Satz, du bleibst so lange sitzen, bis du aufgegessen hast”. Warum, welchen Grund soll es dafür geben? Weil das Kind wieder mit den Augen gegessen hat, und nicht abschätzen konnte wieviel wirklich reicht? Dies als Bestrafung einzuführen ist die schlechteste Idee. Denn auch Kindermägen können sich dehnen, und sich an viel Nahrung gewöhnen. Dadurch wirkt sich das Essverhalten auf das spätere Fehlverhalten aus.

Das gleiche gilt für, es wird gegessen was auf den Tisch kommt. Auch die Eltern bevorzugen das eine, und lehnen das ein oder andere Lebensmittel ab. Warum soll dem Kind dieses Recht weggenommen werden, was sich die Eltern herausnehmen? Es sollte demokratisch sein, und auf alle Familienmitglieder Rücksicht genommen werden.

Fehlverhalten was das Essenverhalten angeht, hat oft den Ursprung in der Kindheit. Daher sollten gerade Eltern, Lehrer und andere Menschen, die mit Kindern arbeiten gewisse Regeln befolgen.

Auch eine Vernachlässigung kann dazu führen, dass sich das Kind den Ersatz der Liebe von den Eltern beim Essen holt. Das spiegelt auch sehr häufig das Leben eines Erwachsenen Menschen wieder. Erwachsene Menschen, die nie gelernt haben wie man mit Frust richtig umgeht, holen sich ein gutes Gefühl beim Essen. Denn Essen löst hormonelle Glücksgefühle aus, die die Stimmung anheben sollen. Dass funktioniert sehr gut! Das gleiche Prinzip, funktioniert auch bei Drogenabhängigen.

Über einen Stoff (Nahrung, Drogen usw.), die gewisse Hormone freisetzen, kommt es zu einer Art Rausch. Der Mensch fühlt sich wieder gut, dies hält aber auch nur so lange an, wie die Droge wirkt. Da man nach einiger Zeit wieder Hunger hat, beginnt das Spiel wieder von vorne und die Abstände werden kürzer. Auch hier wird eine gewisse Toleranz aufgebaut, sodass man immer mehr Essen muss damit es zu der gewünschten Euphorie kommt. Mit den Drogen kann man aufhören, die braucht man nicht. Am Essen kommt man nicht vorbei, und das macht es auch so schwierig. Ein leben ohne Drogen (Stoffgebunden) ist sehr gut möglich, ein Leben ohne Essen ist absolut unmöglich. Das macht auch Therapien schwerer. Die Nahrung ist hier nicht nur zur Droge geworden, sondern auch gleichzeitig zu einer tödlichen Waffe, die man gegen sich selbst richtet.

Auch die ständige Nahrungsmittelverfügbarkeit ist ein großes Problem.

Oft beobachte ich an einem Samstag wie die Läden regelrecht gestürmt werden. Manchmal kommt es mir dann so vor, als würden wir uns vor einem großen Krieg oder einem Streik der Lebensmittelgeschäfte befinden. Nicht nur dass man sich in einer Großstadt fast 24/7 eine Pizza bestellen kann, sondern auch die immer mehr werdende Mentalität, dass man zu Hause einen Fast Food Laden ähnlichen Vorratsschrank oder Kühlschrank besitzen muss. Die Schale auf dem Tisch mit den Süßigkeiten, die 3 Schokocreme Gläser im Einkaufswagen, der vollgepackte Nachttisch neben dem Bett. All das erinnert einen ans Essen.

Klare Abgrenzung von Ess-, Wohn-, und Schlafzimmern sowie ggf. Büroräumen.

Es ist wichtig, dass man ganz klar abgrenzt, wo man isst. Ein Wohnzimmer ist kein Esszimmer, ein Klo kein Schlafzimmer und das Büro keine Küche. Hier sollte man klar abgrenzen wo gegessen wird, und wo nicht. Ist die Wohnung zu klein (1-2 Zimmer Wohnung) sollte man sich dann ein Ritual schaffen, wenn man kein Esszimmer zur Verfügung hat oder die Küche für einen Esstisch zu klein ist. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt kann man sich ein Ritual aneignen wie zum Beispiel, ich esse nur im Wohnzimmer, wenn eine angezündete Kerze auf dem Tisch steht. Diese Kerze sollte man aber dann wieder außer Sichtweite in den Schrank stellen, sobald man mit dem Essen fertig ist. Die Süßigkeiten, wenn man unbedingt welche braucht, liegen nicht offensichtlich auf dem Tisch, sondern in einem Schrank, idealerweise ist dieser Abschließbar. Am besten hält man sich an den Einkaufszettel, und kauft keine Süßigkeiten. Das Essen im Bett sollte auch unbedingt vermieden werden. Egal ob nur mal eben einen kleinen Snack oder das Mittagessen. Es ist wichtig eine klare Abgrenzung zu schaffen. Das Frühstück im Bett zu besonderen Anlässen kann weiterhin fortgeführt werden (1-2-mal im Jahr nicht mehr!).

Häufige Ernährungsfehler

Zu schnelles und hastiges Essen, da sich das Sättigungsgefühl erst nach ca. 15-20 Minuten einstellt (bei gesunden Menschen), kann in der Zeit bei einem schnellen essen jede Menge Kcal aufgenommen werden. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das Essen nicht verschlungen, sondern anständig gekaut und auch genossen wird. Belohnungen über das Essen dürfen nicht angewandt werden. Weder bei sich selbst noch bei den Kindern. Eine gute Note hier, ein zufriedenstellendes Verhalten da und schon ist man in der Falle. Ein Lob oder ein Tadel sollte auf keinen Fall über die Nahrung erfolgen.

Statt fünf kleiner Mahlzeiten, sollten lieber 3 Mahlzeiten aus hochwertigen Lebensmitteln zu sich genommen werden. Der Nachteil an fünf kleinen Mahlzeiten ist, dass die Abstände zwischen der Einnahmen der Nahrung zu klein sind. Vor allem bei einer angestrebten Gewichtsreduzierung ist dies nicht förderlich, da eine Insulinproduktion fast den ganzen Tag erforderlich ist. Der Insulinspiegel fällt nicht genug oder nicht lange genug zwischen den Mahlzeiten ab (kommt auch auf die Lebensmittel an). Da Insulin ein anaboles Hormon ist (aufbauendes Hormon) und eine katabole Funktion daher solange blockiert (katabol= abbauend) ist der Abbau von Fett in dieser Zeit nicht möglich.

Daher sollten mindestens 3-4 Stunden zwischen den Mahlzeiten liegen am besten 4 Stunden.

Auch sollte bedacht werden, dass wir nicht mehr in der Steinzeit leben. Unsere Gene und unsere Funktionen sind leider, auf dem Stand eines Steinzeitmenschen und hat seitdem keine nennenswertes Update in Bezug auf Nahrung bekommen. Das heißt, dass wir seitdem eine signifikante Arbeitserleichterung bekommen haben, aber nicht wirklich angepasst essen. Wir müssen unsere Nahrung nicht mehr selbst jagen, wir müssen nicht mehr kilometerweit laufen, um uns Nahrung zu suchen oder ständig umziehen, weil ich sich die Gegebenheiten geändert haben. Wir essen zu viel und oft auch das Falsche. Hochkalorische Lebensmittel statt Niederkalorische Lebensmittel stehen auf unserem Speiseplan. Auch die energiereichen Getränke wie Limonaden sind zu unserem täglichen Begleiter geworden. Energydrinks, Cola, oder auch die vermeintlich gesunden Fruchtsäfte, die jedoch von Natur aus viel Zucker haben. Das alles ist für unseren Körper nicht gerade von Vorteil.

Aus 3 Äpfeln kann man ca. 150 ml Apfelsaft machen, der Nachteil ist, dass die Ballaststoffe im Sieb hängen bleiben der Zucker hingegen im Saft ist. Drei Äpfel machen definitiv satt, 150 ml Apfelsaft nicht.

Zu viel tierische Lebensmittel. Da das tierische Fett nicht gerade das gesündeste ist, sollte man auch hier eher sparsam sein. Aber nun kommen wir zu den Krankheiten, die die Folgen unserer Fehlernährung sind.

Diabetes Mellitus 2 (Zuckerkrankheit)

Die wohl berühmteste und zugleich traurigste Volkskrankheit in Deutschland und mit schwerwiegenden Folgen, wenn man sie hat aber ignoriert. Von Müdigkeit über Amputationen und Tod ist bei dieser Krankheit alles drin. Hier wollen wir auf das Entstehen, den Verlauf und die Folgen dieser meist Ernährungsbedingten Krankheit eingehen. Jeden Tag kommen alleine nur in Deutschland ca. 1500 neue Diagnosen Diabetes mellitus Typ 2 neu hinzu.

Diabetes mellitus Typ 2 oder auch im Volksmund, Zuckerkrankheit oder Altersdiabetes genannt, entsteht durch eine langjährige Fehlernährung. Zu viel Zucker, zu viel Fett sowie kaum bis gar keine regelmäßige Bewegung ebnen den Weg zur Diagnose Diabetes mellitus Typ 2. Die Anfangssymptome sind oft nicht der Rede wert, und daher wird diese Krankheit oft zu spät entdeckt und manchmal sogar gar nicht.

Oft schaffen es Menschen auch bei rechtzeitiger Diagnose nicht, die Kurve zu kriegen und aus dem Prädiabetes (bevor es chronisch wird) heraus zu kommen. Diabetes zählt zu den nicht heilbaren, und chronischen Krankheiten. Einmal Diabetes, immer Diabetes. Jedoch kann man die Krankheit gut in den Griff bekommen, wenn man sich an die ärztlichen Verordnungen hält. Man kann bei gut eingestelltem Diabetes das normale Lebensalter erreichen, das war vor einigen Jahren noch nicht so. Jedoch ist auch diese Aussage kein Freifahrtsschein, man muss sich zwingend an die ärztliche Verordnung eines Facharztes (Diabetologe) halten. Die Empfehlungen des Arztes muss man unbedingt Folge leisten, denn unbehandelt sind die Folgen dieser Krankheit nicht gerade ein Zuckerschlecken.

Mögliche Anzeichen für Diabetes:

  • Häufiges Wasserlassen (Polyurie) kann ein Indiz sein, denn der Körper versucht den Zucker aus dem Blut über den Harn auszuscheiden. Dies begünstigt auch eine Pilzerkrankung im Genitalbereich.
  • Die Glukose im Blut schädigt langfristig die Gefäße und macht sie porös.
  • Trockene Haut aufgrund des starken Wasserverlusts durch die Polyurie.
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit.
  • Gewichtsverlust aufgrund des Wasserverlusts.
  • Starke Durstgefühle, obwohl viel getrunken wird.
  • Anfälligkeit gegenüber Infektionen und schlecht heilende Wunden.

Diese Anzeichen „können“ ein Anhaltspunkt sein. Bitte lasse dich von deinem Arzt untersuchen. Bei frühzeitiger Erkennung, können die Folgen ausbleiben oder zumindest gemildert werden.

Die Folgen von Diabetes, sind häufig schleichend jedoch sehr ernst zu nehmen. 

  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • Neuropathie / Polyneuropathie (Nervenkrankheit)
  • Nephropathie (nicht entzündliche Krankheiten der Nieren)
  • Retinopathie (Erkrankungen der Augen – bis hin zum Sehverlust)
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheiten
  • Zahnprobleme
  • Überzuckerung
  • Diabetisches Koma
  • Tod durch Organversagen

Wenn du an Diabetes leidest musst du dringend die Anweisungen deines Arztes befolgen, und es nicht auf die leichte Schulter nehmen und denken, das wird schon wieder. Wenn du jung bist, bemerkst du die Begleiterscheinungen nicht so, wenn du die Erkrankungen nicht ernst nimmst, wirst du im Alter Probleme bekommen.

Aus meiner eigenen Erfahrung als Diabetiker:

Ich habe Spitzenwerte von 9,x beim HbA1C erreicht (das ist nichts im Gegensatz zu dem, welche Werte ich bei anderen schon gesehen habe). Durch regelmäßigen Sport und durch eine angepasste Ernährung halte ich meinen HbA1c-Wert stabil bei 6,5-6,8.

Auch eine Gewichtsreduktion ist essenziell und wichtig. Jedoch ist ein Gewichtsverlust bei Diabetes langsamer, und schwerer als bei gesunden Menschen die an keiner Stoffwechselkrankheiten leiden.

Koronare Herzerkrankungen (Herzinfarkt)

Herz-Kreislauf-Versagen ist in Deutschland die häufigste Todesursache. Laut statistischem Bundesamt sind in Deutschland 2018, 345.300 Menschen an einer Herz-Kreislauferkrankung gestorben, 230.000 Menschen an Krebs und 71.700 an einer Krankheit, die das Atmungssystem betroffen haben. Die Tendenz zu solchen Todesursachen, die das Herz-Kreislaufsystem betreffen, ist tendenziell steigend. 2018 war der Anstieg um 2,8% zum Vorjahr. Obwohl die moderne Medizin vieles frühzeitig erkennen und verhindern kann, steigen die Zahlen. Mangelnde Bewegung, falsche Ernährung, Stress und viele andere Faktoren begünstigen diese Todesursachen. Hohe Cholesterin-Werte, ein hoher Blutdruck führen dazu, dass sich Arteriosklerose bildet. Dies bedeutet, dass sich in den Gefäßwänden Engstellen bilden, die bis zum Gefäßverschluss führen. Die Folge ist ein Sauerstoffmangel (Ischämie) des Betroffenem Gebiets, daher wird die Koronare Herzerkrankung auch ischämische Herzkrankheit bezeichnet.

Apoplex (Schlaganfall)

Der Schlaganfall hat ähnliche Ursachen wie der Herzinfarkt. Zu viel Fett, mangelnde Bewegung, ungesundes Essverhalten. Jedoch hat der Schlaganfall weitaus schlimmere Folgen. Ich möchte den Herzinfarkt nicht verharmlosen, jedoch ist dieser gut behandelbar, wenn dieser nicht sonderlich ausgeprägt ist, auch schwere Herzanfälle können dank der modernen Medizin erfolgreich behandelt werden. (Dies ist KEIN Freifahrtsschein!!!) Ein Schlaganfall hingegen kann sehr grausame Folgen mit sich bringen.

Da der Schlaganfall das Gehirn betrifft und je nach dem welcher Teil des Gehirns nicht mit Sauerstoff versorgt werden konnte, sind die Folgen weitaus schlimmer. Von harmlosen Ausfallerscheinungen bis hin zum Pflegefall, oder im schlimmsten Fall der Tod ist alles möglich. Daher sollte auch hier der Umgang mit seinem Körper pfleglich sein. Niemand möchte zu einem Pflegefall werden aufgrund vermeidbarer Ursachen. Im besten Fall merkst du nichts mehr und bekommst nichts mehr mit, wenn du zu einem Pflegefall geworden bist. Im schlimmsten Fall bist du in deinem Körper gefangen bei vollem Bewusstsein, ohne das es jemand merkt, dass du noch etwas mitbekommst. In jedem Fall sind die beiden oder drei Formen für deine Angehörigen gewaltsam und voller Trauer.

Wie gesagt, dieser Kurs ist kein Ponyhof, ich versuche es mit Respekt aber auch mit einer drakonischen Deutlichkeit zu sagen. Du bist allein dafür verantwortlich, wie das Ende deines Lebens aussehen wird, zumindest in Sachen Ernährungsbedingten Krankheiten entscheidest du allein.

Adipositas (Fettsucht)

Adipositas ist eine Krankheit, die mit einer erheblichen Sterblichkeitsrate einhergeht. Adipositas löst auch u.a. das Metabolische Syndrom aus (Im Video erklärt). Die Knochen, Gelenke sowie Muskeln können von dem massivem Übergewicht einen irreparablen Schaden nehmen. In jungen Jahren sind die Beschwerden gar nicht oder kaum bemerkbar, dies kann sich aber schlagartig ändern. Viele Übergewichtige fühlen sich wohl, oder meinen sich wohl zu fühlen. Dies kann eine Ausrede sein, die dazu führt sich selbst zu beruhigen um nichts dagegen zu tun, oder die tatsächliche Annahme des Übergewichtigen sein. Dies muss jedoch jeder selbst für sich entscheiden. Fakt ist, dass mit dem Alter Gelenkbeschwerden auftreten werden.

Stell dir vor, du musst deinen Einkauf der 20 Kg wiegt in die 3 Etage tragen. Du wirst froh sein, wenn du endlich die Tüten ablegen kannst. Oft tragen wir dieses Übergewicht jahrelang tagtäglich mit uns. Jetzt hast du ungefähr einen Einblick, was dein Körper täglich für dich leisten „muss“. Würdest du das für jemanden freiwillig machen? Tagtäglich 20 Kg mit dir rumschleppen, weil jemand anderes zu faul ist. Ganz sicher würdest du das nicht tun. Dein Körper hat aber keine andere Wahl, der ist deinem Willen schutzlos ausgesetzt und irgendwann, wird er einfach nicht mehr für dich so arbeiten können, wie du es gerne hättest.

Mach doch mal einen Ausflug in den Wald, in die Berge oder einfach eine Wandertour. Wichtig dabei ist, dass du dir einen Rucksack mitnimmst, der das wiegt, was du an Übergewicht hast. Wie lange wirst du das durchhalten? 1 Jahr, 5 Jahre, 20 Jahre? Ganz sicher nicht. Also rede dir nicht selbst ein, dass du dich mit deinem Übergewicht wohl fühlst, dein Körper fühlt sich nicht wohl dabei.

Menschen, die stark übergewichtig sind werden früher oder später Probleme kriegen. Welche? Das kann man nicht vorhersagen, aber es gibt einen Pool an Krankheiten und Todesursachen die zutreffen können.

Misophonie

Eine sehr seltene und sehr unbekannte Krankheit aus Psychologischer Sicht. Wenn du nicht gerade Arzt oder Psychotherapeut bist, wirst du wahrscheinlich davon noch nie gehört haben. Auch betroffene kennen diese Krankheit nicht beim Namen aber sind fast täglich dieser „Qual“ ausgesetzt.

Misophonie ist laut Definition der Hass oder die Abneigung gegen bestimmte Geräusche. Auch bekannt als Selektive Geräuschintoleranz (engl. Selective Sound Sensitivity Syndrome). Dies kann zum Beispiel die Abneigung von Schmatz,- Schluckgeräuschen oder anderen Geräuschen sein, die andere Menschen beim Essen hinterlassen. Dies ist für betroffene eine unendliche Qual, bis hin zum Ekel ist bei dieser „Krankheit“ alles möglich. Dies kann sogar soweit führen, dass sich diese Menschen zum Essen von den Menschen, die sie sogar lieben einfach in ein anderes Zimmer zum essen verziehen.

Oft kommt der Spruch, stell dich nicht so an… Wie wäre es, wenn man zu dir sagt ach stell dich doch nicht so an, das bisschen Sport, aber du absolut keinen Bock darauf hast. Was ich damit sagen will, ist das ich etwas sensibilisieren will, und ich möchte auch, dass du als Teilnehmer dieses Kurses, zumindest versuchst etwas Empathie zu entwickeln, und die Probleme anderer ernst zu nehmen. Jeder Mensch hat  Zu,- oder Abneigungen und diese sollten respektiert werden.

Allergien vs. Unverträglichkeit

Der Unterschied zwischen einer Allergie und einer Unverträglichkeit ist ganz einfach. Eine Unverträglichkeit ist zwar unangenehm, jedoch nicht potenziell tödlich wogegen eine Allergie, einen tödlichen Ausgang nehmen kann. Die Unverträglichkeit besteht darin, nehmen wir die weitverbreitete Laktoseintoleranz, dass ein bestimmtes Enzym zum Abbau von Milchzucker nicht ausreichend oder gar nicht produziert wird. In diesem Fall ist dieses Enzym die Laktase, die dafür verantwortlich ist, den Milchzucker (Laktose) zu spalten und damit für den Körper aufnahmefähig zu machen. Der Milchzucker kann nicht enzymatisch gespalten werden und verursacht dadurch Magen-Darm-Probleme. Die Allergie ist dagegen eine Autoimmunerkrankung. Diese bewirkt, dass zum Beispiel Nüsse eine allergische Reaktion auslösen, die bestimmte Vorgänge im Körper auslöst. Zum Beispiel das anschwellen von Gliedmaßen, Schleimhäuten etc. . Dies führt im schlimmsten Fall dazu, dass der Betroffene daran stirbt.

Die Unverträglichkeit ist dagegen unangenehm, oder auch stark unangenehm aber in der Regel nicht tödlich.

Ich möchte dich bitten, solltest du an einer Krankheiten leiden, kontaktiere deinen Arzt und lasse dich gründlich untersuchen.

!Folge den Anweisungen deines Arztes! 

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